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Gezeiten nach ATT berechnen –
Admiralty Tide Tables, ZUG, HUG und digitale Tidenkurven

Gezeitenberechnung nach ATT in wenigen Sekunden – datenbankgestützt und mit echten Tidenkurven

Wer eine Gezeitenberechnung nach den Admiralty Tide Tables – kurz ATT – klassisch von Hand durchführt, muss zunächst eine ganze Reihe von Daten zusammensuchen. Für einen Secondary Port werden die Angaben des Anschlussortes benötigt, der zugehörige Standard Port muss bestimmt werden, Zeit- und Höhenunterschiede müssen aus den Tabellen übernommen beziehungsweise interpoliert und Seasonal Changes berücksichtigt werden. Anschließend kommen die Hoch- und Niedrigwasserwerte des Standard Ports, das Alter der Gezeit und schließlich die entsprechende Tidenkurve hinzu.

Der NautiTools ATT-Gezeitenrechner geht einen entscheidenden Schritt weiter: Er ist datenbankgestützt. Ist ein Secondary Port bereits im System vorhanden, werden seine hinterlegten ATT-Daten einschließlich des zugehörigen Standard Ports automatisch geladen und angezeigt. Auch die Daten des Standard Ports stehen dann unmittelbar zur Verfügung. Du solltest sie selbstverständlich noch einmal mit deinen aktuellen nautischen Unterlagen kontrollieren – aber die zeitraubende Suche und Eingabe der Stammdaten entfällt.

Damit reduziert sich eine umfangreiche ATT-Berechnung häufig auf wenige Eingaben: Du wählst den Secondary Port, gibst für das benötigte Zeitfenster lediglich Hoch- und Niedrigwasserzeit sowie die zugehörigen Höhen des Standard Ports ein, legst Datum und gesuchte Höhe oder Uhrzeit fest – und NautiTools berechnet die komplette Aufgabe.

Gerade für die SSS-Prüfungsvorbereitung ist das ein enormer Vorteil. Eine selbst gerechnete ATT-Aufgabe lässt sich nicht nur sehr genau, sondern vor allem blitzschnell kontrollieren. Weil der Rechner sämtliche Zwischenergebnisse und die grafische Lösung zur Verfügung stellt, siehst du bei einer Abweichung sehr schnell, an welcher Stelle deine eigene Berechnung auseinanderläuft. Statt eine komplette Aufgabe noch einmal von vorne durchzurechnen, kannst du gezielt prüfen, ob beispielsweise Hafendaten, ZUG, HUG, Alter der Gezeit oder die Tidenkurve die Ursache sind.

In vielen Fällen liegt das vollständige Ergebnis damit tatsächlich nach wenigen Sekunden vor.



🌊 Der besondere Unterschied: Hafendaten und Tidenkurven sind bereits hinterlegt

Der ATT-Gezeitenrechner ist nicht nur ein Formular, das eingegebene Werte mathematisch verarbeitet. Hinter dem Rechner steht eine Datenbank mit nautischen Hafendaten. Bereits erfasste Secondary Ports enthalten die für die ATT-Berechnung benötigten Stammdaten und die Zuordnung zum entsprechenden Standard Port. Auch die Standard Ports aus dem SSS-Begleitheft sind bereits im System hinterlegt.

Noch wichtiger ist ein zweiter Punkt: Für die Standard Ports, für die im SSS-Begleitheft eine eigene Tidenkurve abgebildet ist, wurden diese Kurven digitalisiert in der Datenbank hinterlegt. Dabei werden Spring- und Nippzeit getrennt berücksichtigt. Liegt die Tide im Bereich der Mittzeit, interpoliert der Rechner entsprechend zwischen diesen Kurven.

Damit rechnet NautiTools nicht lediglich mit einem vereinfachten Näherungsverfahren, sondern kann für diese Häfen den tatsächlich hinterlegten Verlauf der jeweiligen Tidenkurve verwenden. Gleichzeitig werden die wesentlichen Ergebnisse und die zeichnerische Lösung so dargestellt, dass du sie direkt mit deiner eigenen SSS-Aufgabe vergleichen kannst. Das macht die Fehlersuche erheblich einfacher: Stimmen beispielsweise ZUG und HUG noch überein, aber deine Kurve läuft später auseinander, weißt du sofort, dass du nicht die komplette Aufgabe erneut kontrollieren musst.

Dabei solltest du dich nicht irritieren lassen, wenn der Rechner gelegentlich minimal genauer rechnet als deine Papierlösung. Beim manuellen Arbeiten mit Tabellen, Interpolation und einer gezeichneten Tidenkurve entstehen zwangsläufig kleine Ablese- und Rundungsunterschiede. Entscheidend ist deshalb nicht, dass jede letzte Nachkommastelle identisch ist, sondern dass Rechenweg, Größenordnung und Ergebnis sauber zusammenpassen.

Zusätzlich zeigt der Rechner die zeichnerische Lösung mit der verwendeten Tidenkurve und den entsprechenden Konstruktionslinien. Dadurch eignet er sich sowohl für die praktische Berechnung als auch hervorragend zur Kontrolle einer selbst gezeichneten ATT-Aufgabe.



Der Online ATT Gezeitenrechner



Warum der ATT-Gezeitenrechner so schnell arbeiten kann

Bei einer klassischen Berechnung beginnt ein erheblicher Teil der Arbeit bereits vor der eigentlichen Rechnung. Die Daten des Secondary Ports müssen in den ATT gesucht, der zugehörige Standard Port bestimmt und die erforderlichen Tabellenwerte übertragen werden. Dazu kommen unter Umständen Seasonal Changes sowie die Angaben für ZUG und HUG.

NautiTools speichert diese Stammdaten des Hafens. Ist ein Secondary Port bereits vorhanden, genügt die Auswahl über seine Port No. beziehungsweise das Hafenverzeichnis. Der Rechner lädt anschließend die gespeicherten Angaben des Secondary Ports und des ihm zugeordneten Standard Ports.

Du kontrollierst diese Daten und ergänzt nur noch die Werte, die sich mit der konkreten Tide und dem jeweiligen Datum ändern. Das sind insbesondere die Hoch- und Niedrigwasserzeiten sowie die entsprechenden Höhen des Standard Ports für das gewünschte Zeitfenster.

Danach benötigt der Rechner lediglich noch die eigentliche Aufgabenstellung: Gesuchte Höhe zu einer bestimmten Zeit oder gesuchte Zeit für eine bestimmte Höhe.

Genau diese Kombination aus hinterlegten Stammdaten und wenigen aktuellen Eingaben macht den Rechner außergewöhnlich schnell.



Secondary Port bereits vorhanden? Auswählen statt neu eingeben

Ist dein Secondary Port – also der Anschlussort – bereits in der Datenbank vorhanden, werden die gespeicherten Hafendaten unmittelbar geladen. Dazu gehört auch die Zuordnung zum entsprechenden Standard Port.

Die normalerweise aus den ATT zu übernehmenden Daten müssen dadurch nicht bei jeder Berechnung erneut von Hand eingegeben werden. Gerade wenn du mehrere Aufgaben oder Berechnungen für denselben Hafen durchführen möchtest, spart das erheblich Zeit und reduziert gleichzeitig die Zahl möglicher Übertragungsfehler.

Wichtig bleibt trotzdem: Kontrolliere die geladenen Daten vor der Verwendung. Nautische Berechnungen sollten niemals allein deshalb ungeprüft übernommen werden, weil ein Computer sie anzeigt.



Was passiert, wenn ein Secondary Port noch nicht vorhanden ist?

Natürlich kann eine Datenbank niemals von Anfang an jeden denkbaren Secondary Port enthalten. Ist ein benötigter Anschlussort noch nicht gespeichert, kannst du seine ATT-Stammdaten einmalig selbst eingeben.

Dazu gehören die Angaben, die du normalerweise aus den Admiralty Tide Tables übernehmen würdest. Nach vollständiger Eingabe fragt NautiTools ausdrücklich nach, ob die Daten korrekt sind und gespeichert werden sollen.

Dieser Moment ist wichtig: Prüfe alle eingegebenen Werte sorgfältig, bevor du das Speichern bestätigst.

Nach dem Speichern steht dieser Secondary Port deinem Benutzerkonto zukünftig zur Verfügung und muss bei weiteren Berechnungen nicht erneut vollständig erfasst werden. Eine nachträgliche Änderung dieses gespeicherten Datensatzes ist über die normale Benutzeroberfläche der Webseite bewusst nicht möglich. Dadurch soll verhindert werden, dass bereits verwendete Hafendaten versehentlich verändert werden.



Standard Ports sind ebenfalls datenbankgestützt

Beim Standard Port – dem Bezugshafen beziehungsweise Primary Port – arbeitet NautiTools nach demselben Prinzip. Die Standard Ports aus dem SSS-Begleitheft sind bereits hinterlegt und können direkt geladen werden.

Wird ein anderer Standard Port benötigt, der noch nicht in der Datenbank vorhanden ist, können auch dessen Stammdaten einmalig eingegeben werden. Vor dem Speichern erfolgt wiederum die ausdrückliche Abfrage, ob die Angaben kontrolliert wurden und tatsächlich übernommen werden sollen.

Nach dem Speichern stehen die Daten zukünftig zur Verfügung. Auch hier kann der Benutzer einen gespeicherten Datensatz anschließend nicht einfach wieder verändern.

Damit verbindet der Rechner zwei Vorteile: Er bleibt erweiterbar, ohne dass jeder Benutzer bei jeder Berechnung dieselben Hafendaten erneut eingeben muss, und bereits gespeicherte Datensätze werden gleichzeitig vor unbeabsichtigten Änderungen geschützt.



📈 Digitalisierte Tidenkurven – einmalig und einmalig genau

Die Stärke des Rechners endet nicht bei der Hafendatenbank.

Bei allen Standard Ports aus dem SSS-Begleitheft, für die dort eine Tidenkurve dargestellt ist, wurden diese Kurven digitalisiert und im System hinterlegt. Dabei existieren die entsprechenden Verläufe differenziert nach Springzeit und Nippzeit.

Liegt das aktuelle Alter der Gezeit dazwischen, beispielsweise im Bereich der Mittzeit, verwendet der Rechner nicht einfach eine der beiden Kurven, sondern interpoliert zwischen den hinterlegten Werten. Dadurch wird auch dieser Übergangsbereich mathematisch berücksichtigt.

Das Ergebnis ist eine Berechnung, die nicht nur einen Wasserstand ausgibt, sondern sich am Verlauf der tatsächlich hinterlegten Tidenkurve des jeweiligen Standard Ports orientiert.



Minutengenaue Berechnung innerhalb der hinterlegten Tidenkurve

Eine gedruckte Tidenkurve muss bei der manuellen Arbeit zeichnerisch ausgewertet werden. Genau das gehört zur Ausbildung und ist wichtig, um das Verfahren zu verstehen. Digital kann der Verlauf jedoch wesentlich feiner ausgewertet werden.

NautiTools greift auf die hinterlegten Kurvenwerte zurück und kann dadurch den Verlauf innerhalb des jeweiligen Zeitfensters minutengenau berechnen. Gleichzeitig wird die verwendete Tidenkurve grafisch dargestellt.

Damit erhältst du zwei Ergebnisse gleichzeitig: die mathematische Berechnung und die zeichnerische Darstellung.

Gerade bei der Prüfungsvorbereitung ist das ausgesprochen hilfreich. Du kannst deine eigene Konstruktion zunächst vollständig von Hand durchführen und anschließend kontrollieren, ob deine Kurve, deine Konstruktionslinien und dein Ergebnis mit der digitalen Lösung übereinstimmen.



Was passiert, wenn keine Tidenkurve hinterlegt ist?

Nicht für jeden Standard Port weltweit kann eine digitalisierte Originalkurve in der Datenbank vorhanden sein. Fehlt für einen Hafen eine solche Kurve, bleibt der Rechner trotzdem funktionsfähig.

In diesem Fall verwendet NautiTools als Fallback ein mathematisches Sinusverfahren, um den Verlauf zwischen Hoch- und Niedrigwasser zu berechnen. Damit kann weiterhin eine Gezeitenberechnung durchgeführt werden, allerdings basiert sie dann nicht auf einer individuell hinterlegten Tidenkurve dieses Hafens.

Der Rechner kann damit also klar zwischen zwei Fällen unterscheiden:

Diese Information ist wichtig, weil damit transparent bleibt, auf welcher Grundlage das jeweilige Ergebnis berechnet wurde.



Eine weitere Tidenkurve wird benötigt?

Soll für einen bisher noch nicht hinterlegten Standard Port eine individuelle Tidenkurve ergänzt werden, können wir diese in die Datenbank aufnehmen.

Dafür benötigen wir eine eindeutige Beschreibung des Standard Ports, insbesondere:

Nach Prüfung der Unterlagen kann die Tidenkurve digitalisiert und zukünftig vom ATT-Gezeitenrechner verwendet werden.

Damit wächst die Datenbasis des Systems schrittweise über die bereits vollständig hinterlegten Standard Ports aus dem SSS-Begleitheft hinaus.



Welche Angaben musst du für eine normale Berechnung noch selbst eingeben?

Wenn Secondary Port und Standard Port bereits in der Datenbank vorhanden sind, bleibt die eigentliche Eingabe erstaunlich überschaubar.

Für das benötigte Zeitfenster übernimmst du aus den aktuellen Admiralty Tide Tables beim Standard Port:

Anschließend wählst du das Datum und gibst an, was du wissen möchtest.

Entweder:

Welche Höhe der Gezeit habe ich zu einer bestimmten Uhrzeit?

oder:

Zu welcher Uhrzeit wird eine bestimmte Höhe der Gezeit erreicht?

Alle weiteren für den gespeicherten Hafen verfügbaren Stammdaten werden vom Rechner berücksichtigt.



ZUG und HUG werden aus den hinterlegten Hafendaten berechnet

Bei einem Secondary Port müssen die Werte des Standard Ports auf den Anschlussort übertragen werden. Dazu dienen insbesondere die Zeitunterschiede ZUG und Höhenunterschiede HUG.

Die hierfür benötigten Ausgangsdaten sind Bestandteil der gespeicherten Secondary-Port-Daten. NautiTools übernimmt jedoch nicht einfach einen fertigen Endwert aus der Datenbank, sondern berechnet aus diesen Angaben den für die konkrete Tide benötigten Wert. Wo eine Interpolation erforderlich ist, wird diese entsprechend durchgeführt.

Damit bleibt die eigentliche ATT-Logik erhalten: Der Rechner speichert die nautischen Stammdaten, führt aber die für die jeweilige Aufgabe notwendigen Berechnungen neu durch.



Seasonal Changes werden ebenfalls berücksichtigt

Auch Seasonal Changes gehören zu den Daten, die bei einer ATT-Berechnung berücksichtigt werden können. Bei gespeicherten Häfen müssen diese Angaben nicht für jede Aufgabe erneut herausgesucht und von Hand eingetragen werden.

Der Rechner kann die für Hafen und Zeitraum hinterlegten saisonalen Veränderungen automatisch in die Berechnung einbeziehen.

Gerade hier zeigt sich erneut der Vorteil der Datenbank: Viele kleine Einzelinformationen, die bei einer manuellen ATT-Berechnung zusammengesucht werden müssen, stehen im Rechner bereits strukturiert zur Verfügung.



🌒 Alter der Gezeit – Springzeit, Mittzeit und Nippzeit

Für die Auswahl beziehungsweise Interpolation der passenden Tidenkurve spielt das Alter der Gezeit – AdG eine wichtige Rolle. Der Rechner bestimmt daraus, in welchem Bereich zwischen Spring- und Nipptide sich die aktuelle Tide befindet.

Dabei werden insbesondere unterschieden:

Bei einem Hafen mit hinterlegten Tidenkurven kann NautiTools dadurch entscheiden, welcher Kurvenverlauf zugrunde gelegt beziehungsweise wie zwischen Spring- und Nippkurve interpoliert werden muss.

Diese Berechnung funktioniert nicht nur für historische Prüfungsdaten, sondern auch für aktuelle Daten.



Das voreingestellte Jahr 2005 ist kein technisches Limit

Wer den Rechner aus der SSS-Ausbildung kennt, wird feststellen, dass als Ausgangsdatum zunächst ein Datum aus dem Jahr 2005 eingestellt sein kann. Der Grund liegt in den entsprechenden Ausbildungs- und Prüfungsunterlagen.

Das bedeutet aber ausdrücklich nicht, dass der ATT-Gezeitenrechner nur für dieses Jahr funktioniert.

Du kannst das Datum auf ein aktuelles oder anderes benötigtes Datum setzen. Die Berechnung des Alters der Gezeit sowie die daraus resultierende Einordnung zwischen Spring-, Mitt- und Nippzeit wird auch für andere Daten durchgeführt.

Der Rechner ist deshalb kein reiner SSS-Prüfungsrechner, sondern ein allgemeines Werkzeug für ATT-Gezeitenberechnungen.



Der Rechner ist für SSS und SHS hervorragend – aber nicht darauf beschränkt

Natürlich spielt die ATT-Gezeitenberechnung insbesondere bei SSS und SHS eine wichtige Rolle. Genau dort lernen viele Segler überhaupt erst, wie Primary und Secondary Ports, ZUG, HUG, Alter der Gezeit und Tidenkurven zusammenwirken.

Der mathematische und nautische Zusammenhang existiert aber unabhängig von einer Prüfung. Wer mit den Admiralty Tide Tables arbeitet und entsprechende Hafendaten besitzt, kann den Rechner ebenso für praktische Berechnungen verwenden.

Deshalb sollte NautiTools auch hier nicht als Prüfungsautomat verstanden werden.

Es ist ein nautischer Gezeitenrechner, der sich gleichzeitig hervorragend zur Prüfungsvorbereitung eignet.



⚓ Der praktische Nutzen: Wann habe ich wie viel Wasser?

Am Ende interessiert bei der praktischen Navigation selten nur die abstrakte „Höhe der Gezeit“. Entscheidend ist meistens eine konkrete Frage: Reicht die vorhandene Wassertiefe für mein Schiff?

Aus Kartentiefe und Höhe der Gezeit lässt sich die zu erwartende Wassertiefe bestimmen. Berücksichtigst du zusätzlich deinen Tiefgang und einen angemessenen Sicherheitsabstand unter dem Kiel, wird daraus eine ganz praktische Passageplanung.

So kann beispielsweise bestimmt werden, ab wann eine flache Barre sicher passiert werden kann, wie sich die Wassertiefe während eines Ankerns verändert oder wann ein trockenfallendes Schiff voraussichtlich aufsetzt beziehungsweise wieder aufschwimmt.

Damit wird aus einer scheinbar theoretischen ATT-Rechnung eine unmittelbare navigatorische Entscheidung.



🔄 Höhe zu einer Zeit oder Zeit zu einer Höhe

Der Rechner unterstützt die beiden grundlegenden Fragestellungen einer Tidenkurve.

Du kannst eine bestimmte Uhrzeit vorgeben und berechnen lassen, welche Höhe der Gezeit zu diesem Zeitpunkt zu erwarten ist. Das ist beispielsweise interessant, wenn du eine Passage für 15:30 Uhr planst und wissen möchtest, wie viel Wasser dann verfügbar sein dürfte.

Du kannst die Fragestellung aber ebenso umdrehen und eine benötigte Höhe der Gezeit vorgeben. Der Rechner bestimmt dann, wann dieser Wasserstand innerhalb des betrachteten Zeitfensters erreicht wird.

Gerade für die Passage einer flachen Stelle ist die zweite Variante häufig die praktisch interessantere Frage.



🖥️ Zahlenwert und zeichnerische Lösung

Ein besonderes Merkmal von NautiTools ist, dass die Berechnung nicht bei einem Zahlenwert endet. Der Rechner zeigt zusätzlich die grafische Lösung mit der entsprechenden Tidenkurve und den Konstruktionslinien.

Dadurch kannst du erkennen, wo innerhalb der Tide der gesuchte Wert liegt und wie die zeichnerische Lösung aufgebaut ist.

Für Lernende ist das wesentlich wertvoller als ein einfacher Online-Rechner, der lediglich „3,27 m“ ausgibt. Ein richtiges Endergebnis sagt schließlich noch nicht, ob der eigene Rechen- oder Zeichenweg richtig verstanden wurde.

Die Grafik macht den Zusammenhang sichtbar.



Der ideale Co-Korrektor für die manuelle ATT-Berechnung

Gerade für die SSS- und SHS-Ausbildung sollte der Rechner nicht dazu verleiten, die klassische Berechnung nicht mehr zu lernen. Wer zur Prüfung antritt, muss den geforderten Rechen- und Zeichenweg selbst beherrschen.

Die sinnvollste Verwendung lautet deshalb:

Aufgabe zunächst selbst vollständig lösen – anschließend mit NautiTools kontrollieren.

Stimmen deine Werte mit dem Rechner überein, erhältst du eine unabhängige Bestätigung. Stimmen sie nicht überein, kannst du gezielt vergleichen, ob der Fehler beispielsweise bei den Hafendaten, ZUG/HUG, dem Alter der Gezeit oder bei der Tidenkurve entstanden ist.

Damit ist NautiTools wesentlich mehr als ein Ergebnisrechner. Es ist ein Werkzeug zur Fehlersuche und zum Verständnis des gesamten ATT-Verfahrens.



⚠️ Gespeicherte Hafendaten vor dem Speichern sorgfältig kontrollieren

Wenn du einen bisher unbekannten Secondary oder Standard Port neu erfasst, solltest du dir für die Kontrolle der Daten bewusst Zeit nehmen.

Vor dem endgültigen Speichern fragt NautiTools deshalb ausdrücklich noch einmal nach, ob die eingegebenen Werte korrekt sind und tatsächlich übernommen werden sollen.

Kontrolliere an dieser Stelle insbesondere Port No., Hafenname, Zuordnung zum Standard Port sowie sämtliche ATT-Korrekturwerte.

Nach dem Speichern können diese Stammdaten über die normale Benutzeroberfläche nicht mehr von dir geändert werden. Diese Einschränkung ist bewusst gewählt, damit bereits verwendete Hafendaten nicht versehentlich nachträglich verändert werden.



Präzise Berechnung ist nicht dasselbe wie ein garantierter Wasserstand

Auch ein sehr präziser Algorithmus kann nur mit den Daten rechnen, die ihm zugrunde liegen. ATT-Werte und Tidenkurven beschreiben den astronomisch beziehungsweise tabellarisch vorhergesagten Gezeitenverlauf.

Der tatsächliche Wasserstand kann davon abweichen. Insbesondere Wind und Luftdruck können Wasserstände beeinflussen. Eine mathematisch sehr genau berechnete Höhe bedeutet deshalb nicht, dass die Natur diesen Wert auf den Zentimeter einhalten wird.

Für die praktische Navigation bleibt daher unverändert wichtig: Berechnung, aktuelle Bedingungen und angemessene Sicherheitsreserven gehören zusammen.

Gerade wenn es um geringe Wassertiefen oder knappe Passagen geht, darf die hohe Rechengenauigkeit eines Programms nicht mit einer ebenso hohen Vorhersagegenauigkeit der Realität verwechselt werden.



Warum dieser ATT-Gezeitenrechner mehr ist als ein normaler Online-Rechner

Viele Gezeitenrechner beginnen dort, wo du bereits sämtliche Ausgangsdaten mühsam zusammengesucht hast. Dann werden einige Werte eingegeben und daraus ein Ergebnis berechnet.

NautiTools setzt deutlich früher an. Hafendaten werden gespeichert, Secondary und Standard Ports miteinander verknüpft, Seasonal Changes können berücksichtigt werden, ZUG und HUG werden aus den hinterlegten Ausgangsdaten berechnet und für zahlreiche Standard Ports stehen digitalisierte Tidenkurven zur Verfügung.

Fehlt ein Datensatz, kann er ergänzt werden. Fehlt eine individuelle Tidenkurve, bleibt der Rechner über das Sinusverfahren trotzdem funktionsfähig. Wird später eine geeignete Originalkurve zur Verfügung gestellt, kann auch diese digitalisiert und hinterlegt werden.

Damit verbindet der Rechner Datenbank, ATT-Berechnung, Tidenmodell und grafische Darstellung in einem einzigen Werkzeug.

Genau darin liegt sein entscheidender Unterschied.



📱 ATT-Gezeiten direkt im Browser berechnen

NautiTools läuft webbasiert. Eine zusätzliche Desktopsoftware ist deshalb nicht erforderlich. Der Rechner kann sowohl zur schnellen praktischen Berechnung als auch zur ausführlichen Kontrolle eigener ATT-Aufgaben verwendet werden.

Besonders komfortabel ist die Kombination aus Hafen-Datenbank und Tidenkurven: Ein bereits vorhandener Secondary Port kann ausgewählt werden, sein Standard Port wird zugeordnet, die gespeicherten Stammdaten werden geladen und nur die konkreten Hoch- und Niedrigwasserwerte der aktuellen Tide müssen ergänzt werden.

Aus einer sonst umfangreichen ATT-Aufgabe wird dadurch häufig eine Berechnung von wenigen Sekunden.

Und trotzdem bleibt nachvollziehbar, was im Hintergrund geschieht.



🔎 Wofür kannst du den NautiTools ATT-Gezeitenrechner verwenden?

Der Rechner und diese Seite behandeln unter anderem:

Der entscheidende Unterschied lässt sich dabei eigentlich in einem Satz zusammenfassen:

NautiTools berechnet nicht nur die Tide – es kennt bereits einen großen Teil der Daten, die du für die Berechnung sonst erst zusammensuchen müsstest.



❓ Häufige Fragen (FAQ) zum NautiTools ATT-Gezeitenrechner

Datenbank: Was unterscheidet den NautiTools ATT-Gezeitenrechner von einem normalen Gezeitenrechner?
Der Rechner arbeitet datenbankgestützt. Für bereits gespeicherte Secondary Ports werden die hinterlegten ATT-Stammdaten einschließlich der Zuordnung zum Standard Port automatisch geladen. Auch die Standard Ports aus dem SSS-Begleitheft sind bereits hinterlegt.

Dadurch müssen bei einer normalen Berechnung im Wesentlichen nur noch die aktuellen Hoch- und Niedrigwasserzeiten und -höhen des Standard Ports sowie die eigentliche Aufgabenstellung eingegeben werden.
Secondary Port: Was passiert, wenn mein Secondary Port bereits gespeichert ist?
Du kannst den Secondary Port auswählen und die hinterlegten Stammdaten werden geladen. Dazu gehört auch die Zuordnung zum entsprechenden Standard Port.

Die geladenen Angaben sollten vor der Berechnung trotzdem mit den verwendeten nautischen Unterlagen kontrolliert werden.
Neuer Hafen: Was passiert, wenn ein Secondary Port noch nicht vorhanden ist?
In diesem Fall können die benötigten ATT-Stammdaten einmalig eingegeben werden. Vor dem Speichern fragt NautiTools ausdrücklich nach, ob die Angaben kontrolliert wurden und gespeichert werden sollen.

Danach steht der Secondary Port dem Benutzer auch für zukünftige Berechnungen zur Verfügung.
Änderung: Kann ich gespeicherte Hafenwerte später verändern?
Nein. Nach dem bestätigten Speichern können die gespeicherten Stammdaten eines Standard oder Secondary Ports über die normale Benutzeroberfläche nicht mehr verändert werden.

Deshalb sollten sämtliche Angaben vor dem Speichern sorgfältig kontrolliert werden.
Standard Port: Sind die Standard Ports bereits gespeichert?
Die Standard Ports aus dem SSS-Begleitheft sind bereits im System hinterlegt. Wird ein anderer Standard Port benötigt, der noch nicht vorhanden ist, können dessen Stammdaten einmalig eingegeben und nach vorheriger Kontrolle gespeichert werden.
Tidenkurven: Sind echte Tidenkurven im Rechner hinterlegt?
Ja. Für die Standard Ports, für die im SSS-Begleitheft eine Tidenkurve abgebildet ist, sind digitalisierte Tidenkurven in der Datenbank hinterlegt. Dabei werden Spring- und Nippzeit getrennt berücksichtigt.

Für die Mittzeit wird entsprechend zwischen den hinterlegten Kurvenwerten interpoliert.
Fallback: Was passiert, wenn keine individuelle Tidenkurve vorhanden ist?
Ist für einen Standard Port noch keine digitalisierte Tidenkurve hinterlegt, verwendet NautiTools ein Sinusverfahren als Fallback.

Der Rechner bleibt dadurch auch für solche Häfen grundsätzlich nutzbar, arbeitet dann jedoch nicht mit einer individuellen hinterlegten Tidenkurve dieses Hafens.
Neue Kurve: Kann eine weitere Tidenkurve ergänzt werden?
Ja. Wird für einen Standard Port eine zusätzliche Tidenkurve benötigt, können die vollständigen Angaben einschließlich offizieller Port No. und einer möglichst hochwertigen PDF-Vorlage der offiziellen Kurve zur Verfügung gestellt werden.

Nach Prüfung kann die Kurve digitalisiert und in den Datenbestand aufgenommen werden.
Eingaben: Was muss ich bei einem bereits vorhandenen Hafen noch selbst eingeben?
In der Regel werden für das betreffende Zeitfenster die aktuellen Hoch- und Niedrigwasserzeiten sowie die zugehörigen Höhen des Standard Ports benötigt. Zusätzlich werden Datum und die eigentliche Aufgabenstellung – gesuchte Höhe oder gesuchte Zeit – angegeben.

Die bereits gespeicherten Hafendaten müssen dadurch nicht bei jeder Berechnung erneut vollständig erfasst werden.
ZUG/HUG: Werden ZUG und HUG einfach aus der Datenbank übernommen?
Die für die Berechnung notwendigen Ausgangsdaten sind gespeichert. Die konkreten ZUG- und HUG-Werte werden jedoch entsprechend der jeweiligen Aufgabenstellung aus diesen Daten berechnet beziehungsweise interpoliert.
Seasonal Changes: Berücksichtigt der Rechner Seasonal Changes?
Ja. Die für einen gespeicherten Hafen vorhandenen saisonalen Veränderungen können vom Rechner berücksichtigt werden und müssen dadurch nicht bei jeder Berechnung erneut manuell zusammengesucht werden.
2005: Funktioniert der Rechner nur mit den Prüfungsdaten aus dem Jahr 2005?
Nein. Das voreingestellte Datum aus dem Jahr 2005 dient insbesondere der Arbeit mit entsprechenden Ausbildungs- und Prüfungsunterlagen.

Das Datum kann auf andere und auch aktuelle Jahre geändert werden. Die Berechnung des Alters der Gezeit sowie die Einordnung zwischen Spring-, Mitt- und Nippzeit funktioniert ebenfalls für andere Daten.
SSS/SHS: Ist der ATT-Gezeitenrechner nur für SSS- oder SHS-Prüfungen gedacht?
Nein. Der Rechner eignet sich hervorragend zur Prüfungsvorbereitung für SSS und SHS, ist aber grundsätzlich ein allgemeiner ATT-Gezeitenrechner.

Die Berechnung kann ebenso für aktuelle Daten und praktische navigatorische Fragestellungen verwendet werden.
Grafik: Zeigt NautiTools auch die zeichnerische Lösung?
Ja. Zusätzlich zu den berechneten Werten stellt NautiTools die Tidenkurve und die zur Berechnung gehörenden Konstruktionslinien grafisch dar.

Dadurch kann eine selbst gezeichnete ATT-Lösung unmittelbar mit der digitalen Darstellung verglichen werden.
Praxis: Kann ich den Rechner auch für praktische Gezeitenplanung verwenden?
Ja. Der Rechner ist nicht auf Prüfungsaufgaben beschränkt. Gezeitenhöhen und Zeitpunkte können beispielsweise für Wassertiefenberechnungen, Passageplanung, das Passieren flacher Stellen, Ankern oder Trockenfallen verwendet werden.

Aktuelle Bedingungen und angemessene navigatorische Sicherheitsreserven müssen dabei selbstverständlich zusätzlich berücksichtigt werden.
Genauigkeit: Bedeutet die minutengenaue Berechnung, dass auch der reale Wasserstand exakt so eintreten wird?
Nein. Die minutengenaue Berechnung beschreibt die mathematische Auswertung der hinterlegten Daten und Tidenkurven. Der tatsächliche Wasserstand kann insbesondere durch meteorologische Einflüsse wie Wind und Luftdruck von der Vorhersage abweichen.
Lernen: Soll NautiTools die manuelle ATT-Berechnung ersetzen?
Für die Prüfungsvorbereitung ausdrücklich nicht. Dort solltest du die komplette Berechnung und die zeichnerische Arbeit selbst beherrschen.

NautiTools eignet sich besonders als Co-Korrektor, mit dem eigene Berechnungen, Zwischenergebnisse und Tidenkurven unabhängig kontrolliert werden können.

Zuletzt aktualisiert am: 22.08.2026